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Rückblick » 6. Juli 2022 · Schloss Gödens

Musik voller Lebensfreude und funkelndem Feuerwerk

Quelle: Wilhelmshavener Zeitung von Wianne Kampen
Hätte er gewusst, dass seine Mutter zuhört, hätte er etwas anderes gespielt. So Konstantin Pfiz, Jahrgang 1967, mit verstohlenem Seitenblick auf die Dame in der ersten Reihe. Doch der Cellist lächelte. Schließlich hatten er und seine Mitstreiter Gregory Ahss (Violine) und Simon Kasper (Klavier) soeben den donnernden Applaus des Publikums im Barocksaal auf Schloss Gödens entgegengenommen für ein Programm, das zwar ungewöhnlich war, doch eindeutig begeisterte. Gewiss auch die Mutter, deren nahes Augenmerk auf den Sohn bei jenem zu keinerlei Verunsicherung führte. Im Gegenteil.

Schon der Auftakt öffnete Ohr und Herz Eine einnehmende Melodie und der immer wieder aufblühende Streicherton öffneten schon zum Auftakt Ohr und Herz für einen Schweizer Komponisten, der nur selten zu hören ist: Joachim Raff. Er schrieb mit seinem Klaviertrio op. 112 Musik, die voller Ideen und Raffinesse steckt. Da packten die Musiker die Gelegenheit beim Schopfe: Mal schwelgten Violine und Cello in weiten Linien, mal ließ der Flügel Sternenstaub herabrieseln, schlussendlich brannte ein funkelndes musikalisches Feuerwerk. Zwischenapplaus gab es für jeden einzelnen der vier Sätze – wen kümmern schon die starren Gepflogenheiten des Klassikbetriebs angesichts so bezwingender Musik.

„La muse et le poète“ des Franzosen Camille Saint-Saens mutete demgegenüber geradezu exotisch an. Ein einzelner Satz, Musik von gut fünfzehn Minuten, wenig bekannt noch dazu. Doch der Dialog zwischen Violine und Cello ließ aufhorchen. Unschwer zu raten, wer hier Muse, wer Poet war. Die Violine umgarnte das Cello in süßen, hellen Tönen und Pfiz reagierte unmissverständlich, ließ den Celloton kontrastierend kräftig dunkelrot leuchten oder auch in fahlem Silber schimmern, beeindruckte außerdem mit stupender Technik. Exotische Gefilde des Astor Piazzolla Da ließ sich das Publikum bereitwillig mitnehmen in die vielleicht noch exotischeren Gefilde des Astor Piazzolla, jenes Komponisten zwischen Klassik, Tango und Jazz. Was nicht zu bereuen war, denn auch bei „Las Cuatro Estaciones Portenas“ agierte das Trio traumhaft sicher. Es beherrschte das besondere Tangoflair von Piazzollas Musik ausgezeichnet, legte Schwere auf die Noten, um sie wenig später eifrig vor sich herzutreiben, schärfte die Kontraste, changierte gekonnt zwischen drückender Schwermut und ansteckender Lebensfreude.

So ließ sich die Musik abseits des Klassikkanons bestens vermitteln. Da sah man am Ende auch die Mutter des Cellisten kräftig in die Hände klatschen. Als Zugabe, nicht nur für sie, ein kleiner gefälliger Tango sowie ein Schmankerl zur hereinbrechenden Dämmerung hinter den hohen Fenstern des Barocksaals: der „Abendsegen“ aus der Oper „Hänsel und Gretel“ von Engelbert Humperdinck. Wunderschön.

Programmheft
KaM_Piazzolla.pdf (3.15MB)
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  • KaM01-Bach-129
  • KaM01-Bach-056
  • KaM01-Bach-026
  • KaM01-Bach-141
  • KaM01-Bach-054+1
  • KaM01-Bach-066
  • KaM01-Bach-078
  • KaM01-Bach-138+1
  • KaM01-Bach-089
  • KaM01-Bach-005
  • KaM01-Bach-113
  • KaM01-Bach-121


 Rückblick » 26. Juni 2022 · Wattenmeer-Besucherzentrum

Magischer Auftakt

Begeistert wurde das ausverkaufte „Klassik am Meer“-Eröffnungskonzert »Bach?! Echte und zweifelhafte Werke aus der Feder von Johann Sebastian Bach« im Jadeblick-Saal des Wattenmeer-Besucherzentrums am 26. Juni vom Publikum gefeiert. Lang anhaltender Applaus würdigte die ausgezeichnete musikalische Leistung des Trios Gottfried von der Goltz (Violine), Annekatrin Beller (Violoncello) und Torsten Johann (Cembalo). Mit großer Virtuosität und ausdrucksstarkem Spiel stellten sie Werke von Johann Sebastian Bach und jene, die ihm zugeschrieben wurden, unterhaltsam vor. Selten war Klassik so nah am Meer und das Publikum erfreute sich an den magischen Momenten dieses Konzertes.

Programmheft
KaM_Bach.pdf (4.87MB)
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KaM_Bach.pdf (4.87MB)



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