Mittwoch, 22. Mai 2019 · 19 Uhr

CLEMENTE TRIO »Dem Wildling die Haare kämmen!«

Ein Kammerkonzert im Logenhaus
Peter Clemente – Violine
Konstantin Pfiz – Violoncello
Paul Rivinius – Klavier
Mittwoch, 22. Mai 2019 · 19.00 bis ca. 21.00 Uhr » Logenhaus Wilhelmshaven
Eintritt 19 € (Schüler/Studenten: 12 € | starpac-Preis: 17 €)

Programm

Ludwig van Beethoven (1770 – 1827)
Klaviertrio Nr. 7 B-Dur op. 97 »Erzherzog-Trio«
1. Allegro Moderato
2. Scherzo · Allegro
3. Andante Cantabile, ma però con moto
4. Allegro moderato
5. Presto

Pause

Johannes Brahms (1833 – 1897)
Klaviertrio Nr. 1 H-Dur op. 8
1. Allegro con brio
2. Scherzo · Allegro molto · Trio. Meno allegro
3. Adagio
4. Finale. Allegro

Dem Wildling die Haare kämmen!

Die drei Musiker Peter Clemente, Konstantin Pfiz und Paul Rivinius kennen sich schon aus Jugendzeiten, haben – neben ihren Solokarrieren – gemeinsam zahlreiche Preise und Auszeichnungen erhalten und konnten vor drei Jahren ihr 30-jähriges Jubiläum feiern.

Diese gemeinsame Geschichte war es wohl, die sie darauf brachte, das diesjährige Festival »Klassik am Meer« mit einem kleinen, aber feinen Kammerkonzert zum Thema »Klaviertrio« zu bereichern.

Klaviertrio Nr. 7 B-Dur op. 97
Am Ende des 18. Jahrhunderts war dies noch eine neue Gattung, die der junge Beethoven gerne erprobte und variierte. Das hier auf dem Programm stehende »Klaviertrio op. 97« von Beethoven entstand 1811 im unmittelbaren zeitlichen Umfeld der 7. und 8. Symphonie und war bereits das letzte seiner Klaviertrios – ein Höhepunkt seiner kompositionstechnischen Erfahrungen!

Ludwig van Beethoven widmete das Trio einem seiner Schüler, dem Erzherzog Rudolph von Österreich, der gleichzeitig zu den bedeutendsten Mäzenen des Komponisten gehörte und wesentlich dazu beitrug, dass die österreichische Kaiserstadt Wien zur künstlerischen Heimat Beethovens wurde.


Klaviertrio Nr. 1 H-Dur op. 8
Eine ganz eigene Geschichte hat das berühmte Klaviertrio Nr. 1 H-Dur op. 8 von Johannes Brahms im zweiten Teil des Konzerts. Es entstand bereits in den Jahren 1853/54 und begeistert mit jugendlicher Lust am Musizieren.

1889 – im letzten Drittel seines Lebens – überarbeitete Brahms, der für seine notorische Selbstkritik bekannt war, das Stück: Er wolle »dem Wildling ein wenig die Haare kämmen«. Das Ergebnis dieser Bearbeitung, eine überzeugende Mischung aus jugendlichem Überschwang und reifer Straffung und Verdichtung, verspricht durch die Interpretation der drei Jugendfreunde des Clemente-Trios einen außergewöhnlichen Hörgenuss.

Clemente Trio

Das Clemente Trio wurde 1986 von Paul Rivinius und den Brüdern Peter und Carl Clemente anlässlich eines Kammermusikkurses des Deutschen Musikrates gegründet. Seit 1994 ist Konstantin Pfiz der Cellist. Die drei Musiker konnten beachtliche Preise wie den Bundespreis „Jugend musiziert“, den Förderpreis der Deutschen Industrie und den Kammermusikpreis von Caltanissetta (1995) gewinnen. Aber vor allem der Gewinn des renommierten internationalen Kammermusikpreises der ARD 1998 in München, der schon die Karrieren von ehemaligen Preisträgern wie Jessye Norman, Mitsuko Uchida, Heinz Holliger, Christoph Eschenbach, Yuri Bashmet und anderen namhaften Solisten einleitete, förderte die Bekanntheit des jungen Trios und führte zu einer regen Konzerttätigkeit.

Ausgewählt von Mitgliedern der European Concert Hall Organisation (ECHO) spielten sie 1997/98 innerhalb der Reihe „Rising Stars“ Debüts u.a. in der Kölner Philharmonie, der Alten Oper Frankfurt, dem Konserthus Stockholm, im Concertgebouw Amsterdam, im Musikverein Wien, der Concert Hall Athen und der Carnegie Hall in New York. Ihre Konzerttätigkeit führte die drei Musiker zudem auf Tourneen durch ganz Nordamerika, nach Italien, Österreich, Tschechien, Thailand, Vietnam, Australien und Japan. Darüber hinaus war das Trio immer wieder bei internationalen Festivals zu Gast, u.a. bei den Festwochen in Luzern, den Europäischen Musikwochen in Passau oder beim Schleswig-Holstein Musik Festival. 2016 feierte das erfolgreiche Trio sein 30-jähriges Jubiläum.
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Logenhaus Wilhelmshaven

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Peter Clemente

Peter Clemente, 1968 in München geboren, wurde von Mitsuko Date-Botsch, Ana Chumachenko und Valerij Klimov unterrichtet. Meisterklassen absolvierte er bei Rainer Kussmaul, Alice Schoenfeldt und Dora Schwarzberg. Als Solist gewann er zahlreiche Preise, so u.a. beim Internationalen Violinwettbewerb „Michelangelo Abbado“ 1992 im italienischen Sondrio.

2003 wurde er von Claudio Abbado eingeladen, im Lucerne Festival Orchestra mitzuwirken, in dem prominente Solisten wie Natalia Gutman oder Mitglieder des Hagen-Quartetts an den Orchesterpulten spielten. Von 2004 bis 2006 unterrichtete Peter Clemente auf Einladung von Daniel Barenboim in Ramallah/Palästina an der von Barenboim gegründeten „Free International Music School“.

Mit dem von ihm und Solisten aus namhaften Münchner Orchestern gegründeten Ensemble Clemente konzertiert er regelmäßig in Deutschland, Frankreich, Österreich, der Schweiz und Italien. Zudem leitet Peter Clemente die „Münchner Kammersolisten“. Zu seinen Kammermusikpartnern gehören Hisako Kawamura, Helmar Stiehler, Jiri Barta, Anna Gourari, Tatjana Vassiljeva, Henrik Wiese, Fumiko Shiraga, Quadro Nuevo und Harmonic Brass. Peter Clementes Violine „de Beriot“ wurde von Giovanni Paolo Maggini im Jahr 1600 gebaut.
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Peter Clemente

Peter Clemente, 1968 in München geboren, wurde von Mitsuko Date-Botsch, Ana Chumachenko und Valerij Klimov unterrichtet. Meisterklassen absolvierte er bei Rainer Kussmaul, Alice Schoenfeldt und Dora Schwarzberg. Als Solist gewann er zahlreiche Preise, so u.a. beim Internationalen Violinwettbewerb „Michelangelo Abbado“ 1992 im italienischen Sondrio.

2003 wurde er von Claudio Abbado eingeladen, im Lucerne Festival Orchestra mitzuwirken, in dem prominente Solisten wie Natalia Gutman oder Mitglieder des Hagen-Quartetts an den Orchesterpulten spielten. Von 2004 bis 2006 unterrichtete Peter Clemente auf Einladung von Daniel Barenboim in Ramallah/Palästina an der von Barenboim gegründeten „Free International Music School“.

Mit dem von ihm und Solisten aus namhaften Münchner Orchestern gegründeten Ensemble Clemente konzertiert er regelmäßig in Deutschland, Frankreich, Österreich, der Schweiz und Italien. Zudem leitet Peter Clemente die „Münchner Kammersolisten“. Zu seinen Kammermusikpartnern gehören Hisako Kawamura, Helmar Stiehler, Jiri Barta, Anna Gourari, Tatjana Vassiljeva, Henrik Wiese, Fumiko Shiraga, Quadro Nuevo und Harmonic Brass. Peter Clementes Violine „de Beriot“ wurde von Giovanni Paolo Maggini im Jahr 1600 gebaut.
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Paul Rivinius

Der Pianist Paul Rivinius, 1970 geboren, erhielt seinen ersten Klavierunterricht im Alter von fünf Jahren. Seine Lehrer waren zunächst Gustaf Grosch in München, später dann Alexander Sellier, Walter Blankenheim und Nerine Barrett an der Musikhochschule in Saarbrücken. Nach dem Abitur studierte er zusätzlich Horn bei Marie-Luise Neunecker an der Frankfurter Musikhochschule und setzte seine Klavierausbildung bei Raymund Havenith fort. 1994 wurde er in die Meisterklasse von Gerhard Oppitz an der Musikhochschule München aufgenommen, die er 1998 mit Auszeichnung abschloss.

Außerdem musiziert Paul Rivinius gemeinsam mit seinen Brüdern Benjamin, Gustav und Siegfried im Rivinius Klavier-Quartett. Zusammen mit Musikern des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin bildet er das Akanthus Ensemble, und seit 2004 gehört er dem Mozart Piano Quartet an. Zahlreiche Rundfunk- und CD-Produktionen dokumentieren seine künstlerische Arbeit – unter anderem mit den Cellisten Julian Steckel und Johannes Moser. Paul Rivinius lehrte viele Jahre als Professor für Kammermusik an der Musikhochschule „Hanns Eisler“ in Berlin und lebt heute in München.
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Konstantin Pfiz

Konstantin Pfiz wurde 1967 in Wilhelmshaven geboren. Zu seinen wichtigsten Lehrern zählen Georg Faust (Solocellist der Berliner Philharmoniker), David Strange (Royal Academy of Music London) und Harvey Shapiro (Juilliard School of Music New York). Weitere Lehrer waren David Geringas, Boris Pergamenschikow, Paul Tortelier, Heinrich Schiff und Daniel Schafran. Konstantin Pfiz gewann den Schumann-Preis in London und den Ersten Preis beim Deutschen Musikwettbewerb.

Als Solist trat er unter anderem mit den Münchner Symphonikern, den Bremer Philharmonikern, dem Mahler Chamber Orchestra und dem Orchestra Mozart unter Dirigenten wie Daniel Harding, Yannick Nézet-Séguin, Andrés Orozco-Estrada und Claudio Abbado auf.

Auch die Kammermusik spielt in seinem künstlerischen Schaffen seit jeher eine wichtige Rolle. Von der Gründung des Orchesters 1997 bis 2011 war Konstantin Pfiz Solocellist des Mahler Chamber Orchestra.

Als Solocellist trat er unter anderem auch mit dem Philharmonia Orchestra London, dem Concertgebouw Orchestra Amsterdam, den Münchner Philharmonikern, der Staatskapelle Dresden, dem Gewandhausorchester Leipzig, den Bamberger Symphonikern und dem Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia auf. Desweiteren ist er Gründungsmitglied des Lucerne Festival Orchestra.
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