Freitag, 15. und Samstag, 16. August 19.00 Uhr
im Innenhof des Schlossmuseums Jever
J. S. Bach
Kaffeekantate BWV 211
Herr Schlendrian mit seiner Tochter Ließgen
J. S. Bach
Bauernkantate BWV 212
Ländliche Burlesque
Solisten
Christina Germolus (Sopran)
Wolf-Matthias Friedrich (Bass)
Michel Gattwinkel (Tenor)
Ensemble Klassik am Meer:
Dorothee Kunst (Flöte)
Joaqium Palet (Horn)
Mechthild Karkow (Violine)
Albrecht Kühner (Violine)
Amy Shen (Viola)
Olaf Reimers (Violoncello)
Niklas Sprenger (Kontrabass)
Torsten Johann (Leitung am Cembalo)
Die Konzertreihe „Klassik am Meer“ präsentiert unter der Schirmherrschaft des Niedersächsischen Ministerpräsidenten Olaf Lies die sogenannte „Kaffeekantate“ und die „Bauernkantate“ von Johann Sebastian Bach als Open Air-Aufführung am Freitag, dem 15. und am Samstag, dem 16. August jeweils um 19 Uhr im Innenhof des Schlossmuseums Jever. Bachs „Ode an den Kaffee“ (süßer noch als tausend Küsse) und die „Huldigungsmusik mit Augenzwinkern“ sind zugleich seine bekanntesten weltlichen Kantaten und geistreiche musikalische Komödien. Tickets erhält man in allen Vorverkaufsstellen, über Reservix und Nordwest-Ticket.
Die halbszenische Aufführung wird vom „Ensemble Klassik am Meer“ unter der Leitung von Torsten Johann sowie den Solisten Christina Germolus (Sopran), Wolf Matthias Friedrich (Bass) und Michel Gattwinkel (Tenor) auf die Bühne gebracht. Der Jeveraner Museums-Innenhof ist wie geschaffen für die Geschichte vom Vater, der seiner Tochter den Kaffee verbieten möchte und dabei charmant von ihr um den Finger gewickelt wird und der „Cantate en burlesque“. Sie entstand 1742 anlässlich der Erbhuldigung des neuen Gutsherrn Carl Heinrich von Dieskau im bei Leipzig gelegenen Rittergut Klein-Zschocher. „Wir haben eine neue Obrigkeit“ singt das Bauernpaar. Die Protagonisten Mieke (Sopran) und ein Bauer (Bass) kabbeln und scherzen sich durch die Handlung. Mit feiner Ironie wird der neue Herr gemahnt, die Untertanen gut zu behandeln. Zugleich lästert man über die Geistlichkeit und den Steuereintreiber. Mieke und ihr Freund necken sich gegenseitig und tauschen Anzüglichkeiten aus. Am Schluss wird auf bäuerliche Art auf Kosten des Gutsherrn deftig gefeiert, „wo der Tudelsack in unserer Schenke brummt“.
Dieses Auftragswerk der Dorfgemeinde an Bach und seinen Dichterfreund Picander bietet eine bei aller Kunst äußerst kurzweilige und eingängige Musik. Sie spielt ebenso wie der Text mit dem Gegensatz von derb-rustikaler Herzlichkeit und verfeinerter städtischer Lebensart.
Bei regnerischer Wetterlage finden die Aufführungen im Gemeindesaal der Kirchengemeinde Jever, am Kirchplatz, statt.